Beiträge vom April, 2010

Grüne Zone wird in Graz erweitert. Wehrt euch!

Montag, 19. April 2010 17:57

Am Wochenende um den 17 bis 18 April 2010 wurden die Grünen Zonen im Stadtgebiet von Graz noch einmal erweitert. Ziel ist es wohl all jene die schon seit langem vor den Gebühren flüchten nun endgültig den letzten Parkplatz zu nehmen. Der östliche Teil der Heinrichstraße ab der ÖMV Tankstelle sowie alle abzweigenden Straßen (Panoramastraße, Schönbrunngasse) wurden still und heimlich umgefärbt, in den nächsten Tagen kommen dann wohl die Parkautomaten hinzu.

Wenn trifft es hier?CMS_Parkkarten

Die Frage ist nun, wenn trifft diese neue Grüne Zone? Geschäfte und Lokale gibt es in dieser Straße kaum welche, aber diese dürften natürlich die stärkste Lobby bei unserem ÖVP Bürgermeister haben. In diesem Gebiet wohnen fast nur Studenten, wie man an den Kennzeichen leicht erkennen kann. Kaum ein Grazer Auto ist zu finden. Jetzt werden also endgültig die Ärmsten Abgezockt. Warum Ärmsten? Nun, als Student lebt man durchschnittlich von 500 bis 670 Euro im Monat (davon ist bitte die Miete zu zahlen) – die neue Mindestsicherung unserer Bundesregierung beträgt 744 Euro, weniger soll kein Mensch in Österreich haben heißt es von Seiten der Regierung. Interessant wenn man sich das so anhört. Jeder darf sich dazu selber seine Gedanken machen.
Und diese Studenten dürfen jetzt weitere 105 bzw. 162 Euro pro Jahr an die Stadt Graz abliefern sofern sie ein Auto haben. Sehr schön wo man sich das Geld holt in Graz. Umgekehrt sollte sich die Stadt einmal Gedanken darüber machen wie sie ohne die ganzen Studenten aussieht. (Siehe Juli bis Mitte September: leere Lokale, leere Bars, tote Stadt)

Protestiere

nagl_laermDa ich finde, dass es mit der Abzockerei endgültig reicht habe ich diese Plattform dafür zur Verfügung gestellt. Ja, ich denke auch eine kleine Gruppe kann durch genügend Druck etwas erreichen. Beschwert euch bei Bürgermeister Siegfried Nagl buergermeister.nagl@stadt.graz.at, schreibt ihm was ihr über die neue Parkgebühr in eurer Straße denkt. Fragt ihn wo Ihr parken sollt, und wo Ihr um einen Parkgebührenzuschuss ansuchen könnt. Nervt diese Leute hier (verkehrsplanung@stadt.graz.at) einmal ordentlich, damit sie anfangen ein wenig nachzudenken.

Schnell reagieren – bis 10 Mai!

Auf dem Portal der Stadt Graz ist nachzulesen welche Grünen Zonen wann aktiviert werden.
http://www.graz.at/cms/beitrag/10140628/3135769
Anmerkung dabei: * (Planung = falls keine gravierenden äußeren Einflüsse auftreten). Das heißt jetzt schnell reagieren, protestiert gegen diese neuen Grünen Zonen. Zeigt dem Bürgermeister und der Verkehrsplanung, dass ihr hier keine Grüne Zone wollt!

Warum gibt es Grüne Zonen

Das Konzept der Grünen Zonen sollte eigentlich Parkplätze für die Anrainer der Innenstadt zur Verfügung stellen. So wurde dieses Konzept entwickelt. Was die Politik daraus macht ist ganz klar – eine Parksteuer mit klingendem Namen, hat er doch den Hauch von Ökologie und Umwelt in sich. Tatsächlich ist es eine Veräppelung aller Bürger, denn wenn man die ganze Stadt zur GRÜNEN ZONE erklärt hat sich das Projekt selbst obsolet gemacht. Jeder muss sich wieder eine Karte zum Parken in Grünen Zonen kaufen, und jeder parkt wieder überall in der Stadt (denn die Pauschalkarte gilt für ALLE Grünen Zonen in der Stadt). Das ganze Projekt hat am Ende nur Geld in die Stadtkasse gebracht.

Mach dir selbst ein Bild:
Sieh dir die Grünen Zonen der Stadt Graz an. Diese liegen Großteils überhaupt nicht im Innenstadtbereich, sondern in leicht verbauten Gebieten wie in Geidorf in der Schubertstraße. Geht man durch die Schubertstrasse, so sind hier meist 50% der Parkplätze frei. Warum? Nun, die Studenten die hier vorher parkten mussten alle in die Heinrichstraße und weiter hinaus ausweichen, denn wer möchte einfach so 100 Euro zahlen für einen Parkplatz den er vorher auch leicht bekommen hätte? Nun ist die Heinrichstraße voll, also macht man diese zur Grünen Zone. Gerade aus diesem Grund wurden diese Zonen in den letzten Jahren auch immer erweitert. Weil die Leute einfach ausweichen, manche um etwas zu sparen, manche weil sie sich das nicht leisten können. Und die Stadt spricht ganz einfach von einem ‘erfolgreichem Konzept das erweitert gehört’. Tolle Politik.
Ist dies das einzige Beispiel? Nein – seht euch die Kreuzgasse an. Diese wurde 2007 zur Grünen Zone, seitdem ist sie autoleer, dafür parken alle in der nächsthöheren Nebenstraße. Jetzt ist das auch eine Grüne Zone. Das Konzept ist ganz einfach – solange nicht alle zahlen, wird die Stadt die Grünen Zonen erweitern. Es geht ja schließlich um das Geld, nicht darum etwas zu verbessern.

Antrag auf Parkkostenzuschuß

Genauso wie es einen Mietkostenzuschuss und einen Heizkostenzuschuß gibt, werden wir jetzt einfach folgendes machen. Wir verlangen von der Stadt Graz einen Parkkostenzuschuss. Wie soll ich sonst weitere 105 Euro Belastung hinnehmen? Sind wir so weit dass nun jeder auf das Auto verzichten muss, auch wenn er am Wochenende heim ins hinterste Seitental in Kärnten fährt?

Wo werden ab Mai überall neue Parkzonen eingeführt?

http://www.graz.at/cms/beitrag/10140628/3135769
Macht euch ein Bild. 5600 neue Parkplätze werden zur Grünen Zone. Kurz hochgerechnet ergibt das 560.000 Euro pro Jahr für die Stadt Graz von Anwohnern, Plus die Gebühren in den Parkautomaten (jeder Besucher zahlt ja auch pro Stunde), plus Strafzettel. Schätzungsweise 700.000 Euro wird sich die Stadt wohl pro Jahr mit diesen Grünen Zonen holen. Danke Herr Bürgermeister.

Ist die Bodenmarkierung eigentlich ausreichend?

Schon seit es diese dilettantischen Grünen Zonen gibt habe ich mich immer gefragt ob die Bodenmarkierung überhaupt ausreichend ist. Mein Vater – zum ersten mal in Graz – parkte natürlich prompt in einer Grünen Zone, irgendwo mittendrin wo alles weiß markiert ist. Wenn ich in einer fremden Stadt parke und die Parkplatzmarkierung ist zu 99% weiß, nur ganz am Ende und ganz am Anfang befindet sich ein grüner Strich, ich würde das niemals erkennen. Die Bodenmarkierungen sind farblich von der EU vorgeschrieben, es ist also wirklich zu hinterfragen ob diese 2 kleinen kurzen grünen Striche genügen. Ja ich weiß, die Hinweistafel am Anfang der Zone gibt es auch noch, trotzdem ist das meiner Meinung nach zu wenig. Wenn jemand eine genauere Rechtsauskunft geben kann wäre ich daran sehr interessiert.

SAG UNS DEINE MEINUNG:

Hier klicken um Kommentage abzugeben:
Kommentar schreiben

-

-

-

-

Thema: Haus und Hof | Kommentare (3) | Autor: Elwood

Vorsicht BIGBANK – hohe Zinsen nicht in Euro!

Montag, 19. April 2010 15:15

Seit einigen Monaten drängt die estnische BIGBANK mit verlockend hohen Zinsen in den deutschen und österreichischen Markt. Geworben wird mit maximal 4.7%, erreichbar sind auch bei nur kurzer Laufzeit und kleineren Beträgen immerhin 3,00 bis 3,40%. Die Zinsen liegen also durchwegs 100 Punkte über den höchsten in Österreich erhältlichen Sparzinsen.

Doch wo ist der Hacken dabei?
Vorsicht ist geboten! Denn Estland gehört nicht so wie Holland oder Liechtenstein zum EURO Raum. Darauf wird auf der Homepage der Bank nicht ausdrücklich hingewiesen. Auf meine Nachfrage hin sendete mir der Mitarbeiter nur einen Link zu den Kontaktdaten und meinte, es sei doch alles klar ersichtlich. Dass das eröffnete Konto NICHT in Euro geführt wird ist aber heutzutage vielen Mitteleuropäern nicht mehr bewußt, sind doch schon Länder wie die Slowakei oder Slowenien seit einiger Zeit der Eurozone beigetreten.


Was ist das Problem?

a) Es fallen Auslandsüberweisungsgebühren im Bereich von 20 bis 100 oder mehr Euro an (hin und zurück)
b) Es fallen Wechselgebühren an die nur schwer zu berechnen sind – auf jeden Fall zu ihrem Nachteil.
c) Sie können nicht mehr über Ihr Geld verfügen das Fix veranlagt wurde. Sie können den Vertrag nicht wie  bei heimischen Banken üblich vorzeitig lösen (gegen Zinsabschlag auf 0,25% üblicherweise). Das heißt ihr Geld ist für Jahre weg, ohne Zugriffsrechte.
d) Eine ungebremste Inflation in Estland könnte ihr Sparguthaben weiter mindern. Dazu besteht nicht unbedingt anlass, aber Estland durfte 2007  Euro nicht einführen da seine Inflationsrate zu hoch ist. Der Ministerpräsident möchte weiter an diesem Kurs festhalten um das Wirtschaftswachstum nicht zu senken. Sollte aber die Wirtschaft in Estland in ein paar Jahren nicht mehr boomen und die Inflation gleichzeitig weiter steigen, dann sinkt auch der Wechselkurs zum Euro hin stark ab. Das Währungsrisiko bleibt also hier voll erhalten! In absehbarer Zeit wird der Euro nicht eingeführt.

Fazit

Für 1% mehr Zinsen ist dieses Modell auf keinen Fall zu empfehlen wenn sie nur Beträge bis 20.000 oder 30.000 Euro anlegen. Die Gebühren fressen den Mehrertrag förmlich auf, und dazu besteht noch ein kleines Restrisiko. Die Webseite der Bank versucht seriös zu wirken, ist aber tatsächlich nur ein übergestülptes Kommunikationsportal ohne viel Inhalte. Denn die Veranlagung führt ein Mitarbeiter danach sozusagen händisch durch, den Geldbetrag müssen sie ‘händisch’ von ihrem Konto auf das Konto der BIGBANK in Estland überweisen.

ANMERKUNG / NACHTRAG
Auf dieser Seite hier werden einige Gegenteilige Behauptungen gemacht, und dieser Artikel strengstens angegriffen:
http://www.finanz-journal.at/bigbank-ist-hier-vorsicht-angebracht/
Interessanterweise widersprechen die Aussage des Blogges www.finanz-journal.at sogar den offiziellen Aussagen der BigBank Mitarbeiter! Wer wird also recht haben? Der Mitarbeiter oder ein Blogger?

Wenn man bei den Bigbank Mitarbeitern nachfrägt erfährt man, dass sehr wohl Auslandsspesen für die Überweisung anfallen, welche nicht berechnet werden können da sie von Bank zu Bank verschieden sind. Ich möchte hier auch ausddrücklich noch einmal darauf hinweisen, dass diese Spesen auch Anfallen wenn sie Geld z.B. nach Großbritannien überweisen (siehe http://lauwarm.net/index.php/2010/01/wie-hoch-sind-die-gebuhren-fur-eine-uberweisung-aus-england/). Die kostenlose EU Überweisung gilt nur innerhalb des Euroraumes!
Der Blogger auf finanz-journal.at spricht davon genau 5 Minuten zu recherchiert haben, wenn das vertrauenswürdig genug ist kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe sowohl ein Konto bei BIGBANK, als auch selbst schon Überweisungen mit IBAN und BIC in den NICHT-Euro-Raum durchgeführt. Fazit: Spesen fallen ganz sicher an!

Weiters: Der Wechselkurs EURO zur estnischen Krone wurde nur an den Euro gekoppelt, diese Koppelung wurde nur von der D-Mark übernommen, trotzdem gibt es noch Kursschwankunge

Siehe dazu diese Kurs-Charts:
http://de.exchange-rates.org/history/EEK/EUR/G/30
http://www.finanzen.net/devisen/euro-estnische_krone-kurs

(Wer sich den 5 Jahre-Verlauf ansieht, wird erkennen dass es durchaus öfters zu kurzzeitigen Aussetzern nach unten hin kommt)
Fakt bleibt – die Bank wird euch einen EINKAUFS und einen VERKAUSPREIS anbieten, und natürlich zu euren ungunsten. Genaueres hierzu: Estland ist 2004 dem Wechselkursmechanismus II der Eu beigetreten, das heißt nur, dass die Währung zum Euro nur maximal um ±15% Schwanken darf. Engere Schwankungsräume können festgelegt sein. Es heißt auf keinen Fall, dass hier schon ein fixer Umrechnungskurs existiert.

Weiters: Estland hat nach der gescheiterten Einführung des Euros im Jahr 2007 nicht vor den Euro in den nächsten Jahren einzuführen, schon gar nicht im Jahr 2011 wie von anderen Seiten behauptet. Siehe hierzu http://www.euro-anwaerter.de/anwaerter/estland.html

Fazit bleibt: Wer möchte kann es ja gerne ausprobieren. Estland ist in jedem Fall genauso einzuschätzen wie Island. Kleines Land – versucht sich am großen Finanzmarkt und holt Kapital aus dem Ausland – und muß sich nicht an die Euro-Kriterien halten. Zinsen von 4,7% in Zeiten in denen alle Banken im Euroraum kaum mehr als 2.5% geben sagen wohl alles.

Es bleibt noch einmal festzuhalten: Die Auskunft der BIGBANK Mitarbeiter selbst ist, dass Spesen anfallen, deren Höhe sie nicht voraussagen können. Wer sich diesen Spaß antut, bitte sehr.

Ich nehme an die Personen die hier Kommentare gepostet haben, haben schon ein Bigbank Konto und konnten sich davon überzeugen, dass alles kostenlos ist? Ich jedenfalls habe ein Konto eröffnet, und nach mehreren Nachfragen dann kein Geld überwiesen. Die einzeiligen Emails der Mitarbeiter welche als Antwort kamen konnten nämlich auch kaum überzeugen.

Nachtrag

Ich möchte mit diesem Artikel nur davor Warnen ohne Hintergedanken gleich jedem Lockangebot zu folgen. Meine persönlich schlechte Erfahrung mit BIGBANK beruht nur darauf, dass der Internetauftritt der Bank so gut wie möglich verschleiert, dass man sein Geld in einer anderen Währung anlegen muss, und somit Spesen für die Geldanlage anfallen (mindestens 2 mal). Auch in diesem Umfangreichen FAQ Teil http://www.bigbank.at/hilfe-und-info spart man genau diese Frage aus. Es ist typisch, dass alle negativen Teile ausgeblendet werden um dem Kunden ein rein positives Bild zu zeigen. In Geldgeschäften verlange ich als Kunde absolute Offenheit, ich verlange über alles von vornherein informiert zu werden, und nicht auf erst Nachfrage einen kurzen Hinweis zu bekommen, dass man schon recht hat und Gebühren anfallen, aber da diese nicht berechnet werden können will man nicht darüber sprechen.

Es mag nun jedem selbst überlassen bleiben was er darüber denkt. Wer sich erklären kann wie die hohen Zinsen zustandekommen während alle anderen Banken knausern, der soll glücklich werden in Estland. Machen sie sich aber auch ein Bild ob eine solche Seite mit diesen Werbeaussagen sehr seriös ist: http://bigbank.at/rueckmeldungen – ich kenne das nur von Pyramidenspielen und den “Ich verdiene 6000 Euro mit Heimarbeit” Werbungen. Eine Recherche von 1-2 Stunden bringt meist doch mehr als 5 Minuten zu googeln und wikipedia zu zitieren.

Thema: Haus und Hof | Kommentare (9) | Autor: Elwood

Kennt kein Gegenteil