Beiträge vom Januar, 2011

Mythos HDMI Kabel – Gibt es einen Qualitätsunterschied bei verschiedenen HDMI Kabeln?

Montag, 31. Januar 2011 13:37

Vor kurzem wurde auf standard.at wieder ein inzwischen schon lange diskutiertes Thema aufgegriffen, das Märchen vom besseren HDMI Kabel. (hier nachzulesen)

Bevor Sie die Seite nun gleich fluchtartig verlassen möchte ich meine eigene Meinung hier breittreten, dafür hat man ja einen lauwarmen Blog.

Mit HDMI Kabeln habe ich mich bisher nicht beschäftigt, es fehlte die Notwendigkeit sowie die notwendige Hardware. Jetzt bin ich im Besitz eines Flachbild LCD Fernsehers den ich auch als Monitor für meinen PC und als Monitor für meine Xbox verwende.

Grundsätzlich scheint es logisch zu sein, dass ein digitales Signal das auf Seite A in das Kabel hinein kommt auf Seite B ganz gleich wieder ankommt. Alles was also die Qualität des Bildes und Tones, also Bildschärfe, Farben und Tonhöhe betrifft kann man getrost als Märchenwelt der Verkäufer vergessen.

Und trotzdem habe ich seit ich diesen TV nun besitze durchgehend Probleme mit den HDMI Kabeln. Das ist doch seltsam oder?

Produkt A, Amazon Basics Kabel, 2m. Dieses verbindet den PC mit dem TV. Das Bild ist scharf, sieht wunderbar aus. Aber alle 2 Stunden fällt es kurz aus und zeigt mir für 2 Sekunden einen schwarzen Bildschirm!
Philips Kundenservice sagt der TV ist sicher in Ordnung, wir garantieren nur eine Kabellänger bis 1,5m.
Ist doch seltsam oder, wenn alle HDMI Kabel gleich funktionieren sollten? Jedoch lagern hinter meinem TV gleich 2 HDMI Kabel, und ein Xbox Kinect Controller und Netzteil, sowie die TV Antenne und das Netzteil einer Tischlampe. Vielleicht stört das ja irgendwie?
Produkt B. Amazon Basics Kabel, 2m – 4-fach abgeschirmt.  (wieder nicht 1,5m…naja, dafür 4-fach abgeschirmt)
Bild wird gleich gut übertragen, kein Unterschied in Schärfe und Farben. Und es gibt auch keine Bildausfälle mehr! Tatsächlich scheint hier etwas mit der Abschirmung des Kabels nicht gestimmt zu haben. Aber: Der TV Empfang geht auch nicht mehr. Kein Bild. Auch die Xbox dreht vollkommen durch. Diese steht knapp 5cm neben dem Fernseher, aus unerfindlichen gründen beginnt sich das Gerät nun von selbst zu aktivieren, öffnet und schließt die DVD Lade andauernd. Geister in meinem Zimmer?
Ich teste die Sache etwas genauer: Sobald ich das neue HDMI Kabel vom Fernseher entferne ist das TV-Bild wieder verfügbar. In 1m Entfernung funktioniert auch die Xbox wieder normal. Was bitte macht dieses Kabel? Komme ich mit dem Kabelende in die Nähe der Fernsehantenne fällt das Bild zusammen. 4-fache Abschirmung mag ja stimmen, aber nur gegen Störungen von außen – umgekehrt stört das Kabel alle anderen technischen Geräte im Umkreis von ca 50cm. Es strahlt wie Tschernobyl. Kabel A hat das nicht gemacht.

Produkt C wird morgen eintreffen – es ist dann das 3 HDMI Kabel.  1,5m lang, und HDMI 1.4 (da vom Philips Techniker 1.4 empfohlen wurde)

Alle HDMI Kabel sind gleich? Pustekuchen. Alle HDMI Kabel sind irgendwie ganz seltsam kann man als Resultat zulassen. Warum berichten Leute auf wikipedia als auch in Amazon Kundenrezensionen von blau aufflackernden Bildpunkten, bzw ganzen Bildreihen? Die Abschirmung bei einem Kabel das mit 340 MHZ Taktfrequenz überträgt ist nun einmal entscheidend.

Wenn der Technikredakteur Richard Leadbetter alle Kabel so genau getestet hat, dann hat er wohl nur einen DVD Player an einen TV angesteckt, und das ganze in einem abgeriegelten Labor ohne sonstige störende Kabel im Umkreis von 5 Metern durchgeführt, damit sein Testergebnis nicht beeinflusst wird – ein ganz normaler Vorgang. In der Realität ist es sehr wohl wichtig wie gut das Kabel abgeschirmt ist, und wie stark diese Abschirmung sowohl nach innen als auch nach außen wirkt. Ansonsten könnte ich mit meinem HDMI Kabel wohl kaum das Fernsehsignal (ohne Kontakt zum TV zu haben) zerstören, und die Xbox fernsteuern (normal lässt sich diese über den Controller auch fernsteuern).

Auch im Unklaren lässt den Leser dieses Zitat aus dem Standard Artikel: Während bei Analog-Kabeln noch Faktoren wie die Abschirmung gegen externe Interferenzen eine Rolle spielen können, sei es bei HDMI-Kabeln unerheblich, ob die Hülle aus dickem oder dünnen Gummi oder Kontakte mit Gold beschichtet sind. Wer also nicht vor hat, seine Kabelverbindungen überaus zu strapazieren, könne bei einer üblich eingesetzten Kabellänge von bis zu vier Metern bedenkenlos zum günstigsten Angebot greifen. (Bei mehr als vier Metern müsse auf eine höhere Verarbeitungsqualität wert gelegt werden.) Artikellink

Frage: Wenn die Faktoren wie Abschirmung und Interferenzen unerheblich sind bzw. nicht existieren können, warum können dies dann plötzlich bei einer Kabellängen ab 4 Metern auftreten? Hier fehlt doch wohl der logische Zusammenhang. Entweder spielen die Interferenzen unter 4m nur eine geringe Rolle, oder es gibt wirklich keine. A oder B bitte. Interferenzen die unerheblich sind können nicht plötzlich ab 4m doch erheblich sein. Denn dann sind wir wieder beim alten Thema: Ein billiges 2m Kabel hat einfach eine miese Abschirmung, und funktioniert nicht richtig. Es gibt einfach genügend frustrierte Käuferrezensionen auf Amazon die genau darauf hinweisen. Ja, es gibt keine Auswirkung auf die Bildqualität wenn man Schärfe und Farbtreue betrachtet, bzw. kann es natürlich auch keine Auswirkungen auf die Tonqualität geben. Aber das Bild kann ganz ausfallen, das HDMI Kabel kann andere Geräte in diesem Frequenzbereich stören (Terrestrischer TV, Xbox), oder aber es kommt zu Übertragungsfehlern die bei decodieren einfach ignoriert werden, da sie innerhalb der Fehlerdistanz des digital codierten Materials sind (blaue Bildpunkte die aufflackern).

Die Qualität der Übertragung ist ein Märchen, aber ob überhaupt etwas ankommt, das ist kein Märchen. Hier müssen hochwertige Kabel gekauft werden.

Thema: Allgemein, Skuriles, Ärgernisse | Kommentare (0) | Autor: Elwood

Amazon.at – Wie Amazon seinen Service für Österreicher verbessern kann

Sonntag, 30. Januar 2011 14:09

Film 1, der zusammenfasst was die Probleme bei Amazon sind.
a) Versandkosten sind zu sehr versteckt, vergleich ist schwer, und Amazon wählt selbst das teuerstes Produkt für Kunden aus Österreich aus!

Video 2: Welche Produkte Amazon für österreichische Kunden nicht anbieten sollte, da sie sowieso nicht versendet werden:

Sieht man sich die Einwohnerzahlen Österreichs an, so wäre der Kleinstaat mit heute fast 8,4 Millionen Einwohner das 4-größte Bundesland Deutschlands (NRW 17 Mio, Bayer 12 Mio, Baden-Wü 10 Mio). Klar lässt sich kaum ein größeres Unternehmen mit Niederlassung in Deutschland diesen leichten Zuverdienst entgehen. Auch wenn Österreich nur 1/10 der Einwohner Deutschlands hat, boomt bei uns die Wirtschaft. Hochgerechnet kann man wohl abschätzen, dass Kunden aus Österreich überproportional zum Umsatz von z.B. Versandhändlern wie Amazon-Deutschland beitragen.

Amazon erkannte diese Situation natürlich sehr früh und öffnete sich für den österreichischen Markt. Aber existiert Amazon Österreich wirklich? Immerhin gibt es in Linz ja ein Rücksendezentrum für Österreich.

Auf der Amazon Webseite steht jedoch folgender Satz: Dabei ist Amazon.at keine eigenständige Firma, sondern besteht aus lokalisierten Webseiten für Österreich.
Das Rücksendezentrum dürfte wohl aus Gründen der Effektivität dort eingerichtet worden sein, um Waren in großen Mengen wieder nach Deutschland zu transportieren, denn gebrauchte Waren kommen in das Amazon Warehouse und werden dort günstiger verkauft, aber nicht an österreichische Kunden – also nicht aus Linz.

In der Realität gibt es wohl kein richtiges Amazon Österreich, sondern nur ein paar Werbeaktionen. Es gibt ein paar Vor- und viele Nachteile für die Kunden die ich hier anführen möchte. Die Vorteile sind etwas kurz geraten, überwiegen aber natürlich (mit dem kostenlosen Versand) wenn man die Einzelpunkte stärker wertet.

Vorteile:

  • Es fallen zumeist für Amazon-Waren keine Versandkosten an (ab 20 Euro)
  • Der Kundenservice ist für deutsche und österreichische Kunden gleich bemüht. Bei anderen Unternehmen ist man als Österreicher gleich ein Exote mit Sonderwünschen (z.B. Versand ins Ausland, EU Überweisung)

Nachteile:

  • Es ist die österreichische Mehrwertsteuer zu zahlen. Warum ist eigentlich unklar, wahrscheinlich aber wurde wegen des Rücksendezentrums ein Firmensitz in Österreich angemeldet. Bestellen sie aber z.B. die Ware über Amazon.co.uk (England), so zahlen sie auch als Österreicher nur die 15% Mehrwertsteuer welche in England abgeführt wird. Das ist schon etwas seltsam oder? Durchaus kann es vorkommen, dass die Amazon.co.uk Ware auch inklusive Versandkosten günstiger ist als die Deutsche Ware. (dies soll bitte jetzt kein Denkanstoß für Amazon sein auch hier den Mehrwertsteuersatz zu erhöhen)
  • Einige Waren werden nicht nach Österreich verschickt, höchstwahrscheinlich wegen der unklaren Gesetzeslage in Österreich (CD-Rohlinge, Drogerieartikel, bald auch Festplatten?). Andere Deutsche Händler senden diese Waren aber trotzdem, wohl aus Unwissenheit. Amazon sollte sich auch darüber hinwegsetzen, denn innerhalb der EU gibt es ein Gesetz das den freien Warenverkehr regelt. Was ich als Person in Deutschland kaufen kann, muss also wohl auch per Versand zugestellt werden können. Zurzeit widersetzt sich Amazon diesen österreichischen Gesetzen sowieso, und versendet weiterhin PC-Festplatten nach Österreich.
  • Im Shop ist auch bei Einstieg über die Amazon.at Seite immer der deutsche Preis mit der deutschen Mehrwertsteuer zu sehen. Warum ist es hier nicht möglich einfach die Preise mit dem richtigen Mehrwertsteuer-Satz zu berechnen? Das ist keine große Kunst. (geizhals.at rechnet extra für seine Kunden im Preisvergleich den richtigen Wert aus, geht man auf die Amazon Webseite erhält man wieder den falschen Betrag)
  • Zumeist ist es völlig unklar ob Artikel nach Österreich verschickt werden können oder nicht, insbesondere auf dem Marketplace herrscht hier totale Uneinigkeit.  Warum kann man Produkte die nur nach Deutschland geliefert werden, beim Einstieg über amazon.at nicht einfach ausblenden? Ein Produkt zu bewerben das nicht gekauft werden kann ist sinnlos.
  • Die Versandkosten am Marketplace sind völlig undurchsichtig. Der Anteil der Waren die dort angeboten werden steigt immer weiter an, vieles ist nur mehr über den Marketplace verfügbar. Leider kann jeder Verkäufer dort seine eigenen Fantasie-Versandgebühren angeben, die in den meisten Fällen nicht der Realität entsprechen. So sind durchaus Versandkosten von 19,90 Euro üblich, bei einem Produktwert von 3 oder 5 Euro. Oft ist es günstiger einen teureren Händler (ein teureres Produkt) auszuwählen, da dieser dann nur 3,50 Euro Versandkosten verlangt. (Andererseits werden den Amazon-Privatverkäufern die Versandkosten welche erstattet werden zwingend vorgegeben, hier ist also keine Willkür möglich – Warum darf der Händler willkürliche Versandkosten erfinden?). Lösung: Die Versandkosten sollten bei Einstieg über amazon.at immer für das Zielland Österreich angezeigt werden, und Produkte sollten preislich auch so sortiert werden am Marketplace.
  • Ob ein Marketplace Produkt/Händler überhaupt nach Österreich verschickt erfährt man erst wenn man den Kauf abschließt und zur Kasse geht. Dieses Vorgehen ist enorm nervenaufreibend. Man wählt aus, vergleicht, entscheidet sich, und danach fängt man an herumzuprobieren ob irgendjemand nach Österreich schickt.
  • Die Auswahlmöglichkeit: Versandkostenfrei ab 20 Euro Bestellwert funktioniert für Österreicher nicht, sie liefert einen Mix aus Produkten die versandkostenfrei sind, und aus Marketplace Produkten die nur nach Deutschland versandkostenfrei geliefert werden. Ergo bringt es gar nichts.
  • Österreicher dürfen als Privathändler am Amazon Marketplace keine Waren anbieten. Begründung gibt es keine dafür, es dürfte wohl mit steuerlichen Schwierigkeiten zu tun haben.
  • Die Angegebenen Liefergarantie zur Weihnachtszeit gilt nicht für österreichische Kunden. Einerseits verständlich, da die österreichische Post hier zwischengeschaltet ist, andererseits sindLieferorte in Deutschland oft viel weiter entfernt vom Amazon-Versandzentrum, als ein Ort in Österreich (z.B. Salzburg). Hier könnte man sich etwas mehr bemühen die österreichische Post zur Kooperation zu zwingen.

Meine Forderung an Amazon:
Österreich ist mit 8,4 Millionen Einwohner ihr 4-größtes Liefergebiet, rein nach Einwohnerzahlen. Bitte bemühen sie sich etwas mehr darum ihren Webauftritt auf die Bedürfnisse der österreichischen Kunden anzupassen. Immerhin bestellen wir nicht im Ausland, sondern zahlen die österreichische Mehrwertsteuer. Folgendes wäre also wünschenswert und leicht umsetzbar.

  1. Bei Einstieg über amazon.at berechnen sie die Preise mit 20% Mwst.
  2. Zeigen sie nur Produkte an, die nach Österreich geliefert werden können (amazon.at).
  3. Zeigen sie am Marketplace die Versandkosten nach Österreich(EU) an. Nicht die Versandkosten nach Deutschland (amazon.at).

Dies sind keine undurchsetzbaren Forderungen, sondern nur kleine Korrekturen am Webauftritt, die den österreichischen Kunden sehr viel weiter helfen würden. Dass sie bestimmte Waren nicht nach Österreich verschicken können ist einsehbar, da Österreich selbst ein sehr merkwürdiger Staat ist, mit wirren undurchsichtigen Gesetzen wie Künstlerabgaben auf Festplatten (die keine Rechte für den Kunden einräumen), Zahntechnikern als Parteiführern, und Finanzministern die vergessen ihre Steuern zu zahlen da sie nicht wussten dass man Steuern zahlen muss. Wir lachen darüber, sie dürfen noch mehr darüber lachen.

Thema: Haus und Hof | Kommentare (0) | Autor: Elwood

Avira oder Microsoft Security Essentials – was ist sicherer?

Dienstag, 11. Januar 2011 18:55

Ein Kurzartikel

Für ganze 2 Tage habe ich das sagenumwobene Microsoft Security Essentials getestet, eine neue gratis Virensoftware mit der uns Microsoft beweisen will, wie sehr man jetzt auf Sicherheit wert legt.

Heute habe ich das Programm wieder entfernt, und Antivir (Avira Personal) installiert.

Fazit: Nach wenigen Sekunden wurde 3 mal eine Malware gefunden, und ein Trojaner. Mehr dürfte wohl noch kommen…mir graust es jetzt schon. Eine Malware war dabei so offensichtlich (war sogar als Icon in den Symbolen dabei), da kann man sich nur mehr wundern.

Kinder, Finger weg von Microsoft Antivirusprodukten….

Thema: Haus und Hof | Kommentare (0) | Autor: Elwood

Kennt kein Gegenteil