Wer kann sich mit Imagekampagnen noch mehr Freunde machen?

Sie kosten Geld, machen Produkte noch teurer, und können sowieso nur schon vorher geistig abhängige Jünger überzeugen. Trotzdem kommen unbeliebte Unternehmen immer wieder mit Imagekampagnen daher. Meinungsforschungsinstitute sind in erster Linie schuld, denn die küren vorher einmal das unbeliebteste und meistgehasste Unternehmen. Und was macht man? Anstatt zu verstehen warum einen alle Mitschüler am liebsten verhauen würden, zeigt man darauf was für einen tollen Schulranzen einem der Papa gekauft hat, und wieviele Nintendospiele man daheim gesammelt hat. Also eben all die Dinge für die man gehasst wird, werden zur Schau gestellt.

Dagegen muß natürlich entschieden vorgegangen werden. Zeigen wir der ÖMV gleich einmal den Stinkefinger. Bis jetzt waren die ja nur an der Tankstelle und als anonymer Konzern unbeliebt, jetzt aber versucht man dort den Hass auf einzelne freiwillige Mitarbeiter zu verteilen. Jeder blöde Spruch der ÖMV Marketingabteilung erzeugt natürlich sofort Würgereize, also zahlen wir es denen mit ihren eigenen Problemen heim. Würden diese Werbesujets nicht genauso gut passen?

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Nun, man könnte denken wenn das Gehalt eher nieder ist kann man es doch ruhig mal um 14% erhöhen. Blöderweise waren
die ÖMV Manager aber vorher schon die TOP-Verdiener im Land. Verständlicherweise können sich Personen mit einem Jahresgehalt
das an den Stellen die vor dem ersten Punkt beim Tausender kommen verglichen wird, sich kaum um Benzinpreise kümmern die 3 Stellen nach diesem komischen Beistrich haben. Einfacher wäre es sicherlich den Benzinpreis an der Tankstelle z.B. so anzuschreiben: 212.000 Euro für 200.000 Liter. Würde dann der Preis in den Morgenstunden plötzlich um 4.000 Euro steigen (2 Cent pro Liter), wäre das selbst für einen ÖMV Manager verständlich, wenn auch trotzdem noch unerheblich.
http://www.oe24.at/wirtschaft/Manager-Gehaelter_steigen_trotz_Krise_0457662.ece


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Gut, das ganze ist Stammtischniveau, aber “Welches Management wurde von anderen TOP-Managern zum Besten gewählt” entspricht auch in etwa der Kategorie ‘Goldene Palme für Pornostars’.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/500639/index.do


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Die Argumentationsreihe ist immer die gleiche. Große Konzerne wie die ÖMV (und deren Sprachrohre in der Politik) sagen: Wir müssen jetzt in Gaskraftwerke investieren, denn nur so können wir den Energiebedarf der nächsten Jahre decken. Alles andere ist eine Illusion, weil man kein Windkraftwerk bauen kann das 500 Megawatt und mehr liefert. Davon abgesehen könnte man aber auch in klimafreundliche Energieträger wie Wind und Sonnenenergie investieren, was aber bei garantierten Lieferverträgen für Gas mit Russland von 25 Jahren und mehr wohl etwas unternehmensschädigend wäre. Außerdem: Die ÖMV macht ihren Hauptgewinn doch mit der Exploration – und wo oder wie soll man bitte Sonnenenergie explorieren, die is ja einfach frei verfügbar. Frechheit!
Anstatt unseren Staat aber weiterhin für 50 und mehr Jahre von noch mehr fossilen Energieträgern abhängig zu machen, sollte man besser in den Ausbau von privaten Sonnen und Kleinstkraftwerken investieren. Energieautarke Gemeinde heißt das: Stichwort Güssing.
http://marktcheck.greenpeace.at/6930.html
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bwien/389706/index.do

 


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Dazu muß man eigentlich nicht viel sagen. Klar sind es die Amis die einem auf die Finger klopfen, wenn
da ein Ölkonzern versucht Geschäfte zu machen mit denen sie nicht einverstanden sind (und bei denen sie selbst
nichts verdienen). Trotzdem wird einem Übel, wenn Manager des ÖMV Konzernes Sätze herauswürgen wie: “Wir halten uns dabei an den unternehmenseigenen “Code of Ethics” zu den Menschenrechten.” Dieser Unternehmenseigene Code kann wohl nur dem Umfang und Zweck eines Bierdeckels als Ausgleichsunterlage unterm Schreibtisch haben. http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/299522/index.do


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Ohne auch nur eine feuchte Achselhöhle zu bekommen sagt ÖMV Vorstand Ruttenstorfer in einem Interview, dass die Benzinpreise sowieso am unteren Limit wären, aber dass man durch die hohe Nachfrage einen noch höheren Preis leicht durchsetzen konnte. Schön wenn man eine Firma für Exploration hat die einfach Milliardengewinne machen muß, da sie der anderen Firma die uns den Sprit verkauft, einfach hohe Preise aufdrückt.
http://www.focus.de/finanzen/news/benzinpreise-tankstellen-boss-verteidigt-seine-gewinne_aid_346663.html

 


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 Nun, diese Aussage lässt sich durchaus leicht beschwichtigen, aber warum soll man bei den billigen Imagesprüchen der ÖMV nicht auch mal mit ein paar FPÖ Parolen dagegen hauen? Fazit ist: Die ÖMV Investierte Milliarden in der Türkei um dort ein veraltetes Tankstellennetz aufzukaufen, und langfristig in das Raffineriegeschäft dort einzusteigen.
http://www.be24.at/blog/entry/1327/omv-tuerkei-zukauf-hat-reize-aber-auch-seinen-preis
Auch ist die ÖMV natürlich ein starker Kämpfer für die NABUCCO Pipeline. Die Förderung fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas soll sich auszahlen, die Leitung geht direkt nach Österreich, und – die Türkei ist ganz ähnlich wie die Ukraine der einzige unsicherheitsfaktor im Netz, welcher sich nicht an EU Gesetze binden muß. Man wird sehen wie groß der Einfluß von österreichs größtem Steuerzahler auf die Bunderegierung ist, sollte es einmal um die Beitrittsfrage der Türkei zur EU gehen. Das Österreichische Volk dürfte wohl keine Stimme dabei haben…

 

Autor: Elwood
Datum: Montag, 2. November 2009 17:52
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